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 SPD Quakenbrück macht Rainer Mock zum Ehrenvorsitzenden

Für den SPD-Vorstand überreichten Bob Giddens (Zweiter von links), Kassenwart Rudolf Czerch (links) und Claus Peter Poppe die Ernennungsurkunde an Rainer Mock (hier mit Ehefrau Sabine). Foto: Bernard Middendorf
Quakenbrück. Im Frühjahr gab Rainer Mock den Vorsitz der SPD in Quakenbrück aus gesundheitlichen Gründen ab. Seit 1999 hatte er das Amt innegehabt. Nun hat der Ortsverein ihn zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Zur Feierstunde in der „Kantine“ am Bahnhof mit Klaviermusik von Lutz Penning begrüßte SPD-Vorsitzender Bob Giddens humorvoll „viele berufliche, politische und freundschaftliche Weggefährten“. Rainer Mock sei ein Freund, er habe mit ihm häufig und lange über Gott und die Welt philosophiert. „Wir waren oft einig, oft uneinig. Wenn man nicht gewinnen kann, ist ein Unentschieden auch okay!“

Giddens: So leicht kommst du uns nicht davon
Giddens streifte auch die aktuelle bundespolitische Lage seiner Partei: Trotz schlechter Werte sei für ihn sehr wichtig, dass nicht etwa die Flüchtlingspolitik das bestimmende Wahlthema gewesen sei, sondern bezahlbare Wohnungen. Dieses Anliegen sei „ein fester Teil unserer Ortsvereins- und Stadtratspolitik“. Seine Botschaft: Der Ehrenvorsitz solle Motivation sein, die Mannschaft weiter zu begleiten und zu unterstützen: „So leicht kommst du uns nicht davon“, sagte er unter Beifall.

Fast 20 Jahre SPD-Chef in Quakenbrück
Rainer Mock sei fast 20 Jahre SPD-Vorsitzender gewesen, sitze seit 1996 im Rat der Samtgemeinde Artland und seit 1988 im Stadtrat, dazu stellvertretender Bürgermeister Quakenbrücks, zählte Samtgemeindebürgermeister Claus Peter Poppe (SPD) in seiner Laudatio auf. Die Anwesenheit der Mitglieder anderer Fraktionen sei Anerkennung über Parteigrenzen hinweg. Mock sei auch Gewerkschafter mit Leib und Seele, wiederholt in den Betriebsrat der Post gewählt. Bei allen Aktivitäten gebe es aber noch ein Privatleben, in dem Ehefrau Sabine in Freud und Leid die Hauptrolle spiele, so Poppe.

Höhen und Tiefen weggesteckt
Der neue Ehrenvorsitzende sei ein Vorbild an Verlässlichkeit und Treue, auch nach seinem Schlaganfall, die weitere Mitarbeit im Rat sei zugleich das Ziel seiner Fraktion: „Solidarität beruht immer auf Gegenseitigkeit.“ Er sei engagierter Vertreter der Neustadt, ansprechbar für Nachbarn und Kollegen, ein Kämpfer für internationale Solidarität und Arbeitnehmerrechte. Er sei sozialdemokratisch geprägt, habe Höhen und Tiefen weggesteckt. Poppe zitierte Willy Brandt, um den Geehrten sowie Parteifreunde zu ermutigen, nach 155 Jahren Parteigeschichte – davon 125 Jahre in Quakenbrück – weiter auf einen starken Ortsverein mit verjüngten Vorständen und starken Vorsitzenden zu setzen.

Lob vom SPD-Kreisvorsitzenden
Bürgermeister Matthias Brüggemann(CDU) betonte, Rainer Mock und er seien keine politischen Gegner: „Wenn die Wahlen vorbei sind, ziehen wir an einem Strang.“ Für die Neustadt habe sich Mock „immer ein Bein ausgerissen“; seine Erkrankung sei ein Schock für die Bevölkerung gewesen. SPD-Kreischef Werner Lager sprach dem neuen Ehrenvorsitzenden seinen Dank aus; zur passenden Zeit habe man immer – auch nach harter Diskussion in der Sache – gemeinsam in die richtige Richtung gesteuert.

Dank für die „warmen Worte“
Applaus und zustimmendes Lachen erntete Rainer Mock, als er sich für die „mehr als warmen Worte“ bedankte. Die örtliche SPD werde weiterhin wichtige Themen wie Haushaltspolitik, Verkehrsführung und Radstadt, Gewerbegebiete und vor allem bezahlbarer Wohnraum angehen; sie habe die Frauenquote – auch bei den Bürgermeisterposten – Schritt für Schritt erhöht, sagte er und gab den „politischen Eintagsfliegen“ in Berlin keine Chance.

[ Bersenbrücker Kreisblatt - Bernhard Middendorf, 19. Okt. 2018 ]

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