Gestaltungswille gefragt

Derzeit wird die Fläche neben den Sportplätzen noch landwirtschaftlich genutzt.
Seit Monaten fordern SPD und Grüne im Gemeinderat die Planungen zur Hemstede durch den Badberger Rat zu veranlassen. Hintergrund ist der einstimmig vom Gemeinderat gefasste Beschluss zur Aufstellung eines Bebauungsplanes. SPD und Grüne reicht jedoch ein derartiger Beschluss nicht, vielmehr fordern sie seit langer Zeit, dass sich der Rat den damit verbundenen Fragen stellt. Wer darf was in diesem Gebiet erstellen? Welche Gebäude dürfen dort errichtet werden? Von wem erfolgt die Vermarktung der Grundstücke? Wie soll die Erschließung erfolgen? Wie kann eine aussichtsreiche Integration realisiert werden, die für ein sozialverträgliches Miteinander notwendig ist?
Die Fragenliste ist an dieser Stelle noch nicht beendet und es bedarf intensiver Überlegungen seitens der Verantwortlichen. Bedauerlicherweise hat der Badberger Bürgermeister bisher jedoch keinerlei Gestaltungswillen gezeigt. Er hat es vielmehr dem Unternehmen Tönnies überlassen hier einen Vorschlag für den Bebauungsplan vorzulegen. Eigentlich ist es die ureigene Aufgabe einer Gemeinde Bebauungspläne zu entwickeln und zu erstellen. Doch die Ratsmehrheit aus CDU, UWG und FDP überlässt diese Aufgabe – so vermittelt es der Eindruck – einem Unternehmen der Fleischindustrie.
Wer eine ganz wesentliche Weichstellung für die Gemeinde einer Unternehmenszentrale in Rheda-Wiedenbrück überlässt, sollte sich fragen, warum er am Badberger Ratstisch Platz nimmt.

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