Pflegedienst, Tagespflege, Pflegeheim und ambulante Betreuung in einer Wohngemeinschaft - Das alles ist an einem Standort in Nortrup möglich

Michael Bürgel - Zusammen für das Artland

Gerade im Alter wünschen sich viele Menschen eine konstante Lebensumgebung. In Nortrup ist dies bereits möglich. Bis zum Lebensende in der gewohnten Umgebung bleiben ist doch auch ein schöner Gedanke.

In einer interessanten Runde durfte ich mich mit Frau Margarete Justa, Heimleitung des Pflegeheims Nortrup, Frau Anke Markus, Geschäftsführerin des Pflegeheim Nortrup gGmbH, sowie einigen Vertretern der SPD unter anderem über die derzeitige Auslastung, die Arbeitsbedingungen unter der großen Arbeitsbelastung, die Entlohnung und den Fachkräftebedarf intensiv austauschen.
Frau Markus und Frau Justa fassten dabei zusammen, dass sie immer auf der Suche nach geeignetem Personal sind, denn ab und zu kommt es doch schon mal vor, dass sich trotz des guten Arbeitsklimas die Mitarbeiter*innen verändern möchten. Aktuell arbeiten am Standort Nortrup ca. 100 Mitarbeiter*innen. Zählt man die Mitarbeiter des Hauses Bethanien gGmbH am Standort Quakenbrück noch hinzu, dann sind es sogar fast 400 Mitarbeiter*innen. Somit ein wichtiger Arbeitgeber in unserem Artland. Die derzeitige Auslastung sei dabei sehr gut.

Sozialpolitik gleich Wohnen, Lohnpolitik, Familienpolitik, Generationspolitik gleich Leben. Die Summe dieser Faktoren ergibt aktuell die Gesamtpolitik für die jeweiligen Orte. Darin sieht Frau Justa auch die zukünftige Anforderung und Aufgabe von Politik und Wirtschaft das Arbeiten und Leben in den Orten weiter mit zu verbessern. „Daraus ergibt sich einfach eine großartige Symbiose“ machte sie deutlich.
Frau Markus fügte hinzu, dass die hier vorhandene Versorgungskette den Bürger*innen der Gemeinde Nortrup und den naheliegenden Gemeinden eine auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene pflegerische Versorgung sichert. Die Abrechnung der Pflegeleistungen erfolgt dabei entsprechend dem individuellen Pflegegrad direkt mit der Pflegekasse. Eigenanteile entstehen abhängig von der jeweiligen Versorgungsform. Bei entsprechender finanzieller Situation können Anträge auch auf Übernahme der ungedeckten Pflegekosten beim Landkreis Osnabrück gestellt werden. Dies sei auch für die Unterbringung in der Wohngemeinschaft möglich.

Als ich nach einem freien Wunsch fragte kam sofort die Antwort von beiden Fachexpertinnen, dass man sich einen vernünftigen Tarif wünscht, um dadurch den Pflegeberuf insgesamt anerkannter zu machen. Leider gehören hier immer zwei Seiten dazu, die sich einigen müssen. Aus meiner Sicht kann ich den Wunsch aber nur allzu gut nachvollziehen, denn es reicht nicht aus wie am Anfang der Pandemie einfach mal in die Hände zu klatschen, sondern da sollte schon mehr passieren. Hier muss ein anderes Bewusstsein in die Köpfe aller kommen. Ich zolle jedenfalls allen, die in der Pflege tätig sind meinen größten Respekt!

Vielen Dank für diesen sehr interessanten Austausch. Bleiben sie weiterhin so motiviert und engagiert!

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